Hoboofen

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Inhaltsverzeichnis

Das Prinzip des „Hobo-Ofens"

Das Prinzip des „Hobo-Ofens" ist beinahe 150 Jahre alt. Ausgedacht wurde es von den Wanderarbeitern (Hobos), welche die weiten Gebiete des nordamerikanischen Kontinents durchstreiften. Sie benötigten eine einfache und wirkungsvolle Methode, um ihr Essen zu kochen. Dies erreichten sie, indem sie ihre leeren Konservendosen derart mit Öffnungen versahen, dass ein Brennraum entstand, in welchem sich die Hitze konzentriert entfalten konnte. Die Hitzeentwicklung war so gross, dass sie auch feuchtes oder schlechtes Brennmaterial verwenden konnten. Es ist leicht nachvollziehbar, wie diese Vorrichtung das tägliche Leben erleichterte. Besonders dann, wenn das Bennholz knapp ist, kann ein schlichter, leicht zu improvisierender Hobo-Ofen aus einer Konservendose sehr vorteilhaft sein, da durch ihn die Hitze wesentlich besser konzentriert und ausgenutzt wird als beim offenen Feuer.

Die Luft wird durch die unteren Lüftungsöffnungen strömen und durch die Aerodynamik des Ofens steigt sie zum „Kaminloch“ hin. Das Feuer kann durch Regulierung der unteren Lüftungslöcher reguliert werden. Es verbrennt auch geringe Mengen Brennstoff.

Der Dosen Hobo-Ofen kann auf zwei grundsätzliche Arten konstruiert werden.

Der Hobo-Ofen bzw. der Brenner muss immer auf eine feuerfeste Unterlage gestellt werden. Während des Transportes können Backhandschuhe / Brenner / Brennstoff usw. im Hobo-Ofen transportiert werden.

Benutze schwere Backofen-Halbhandschuhen um den heissen Herd zu bewegen.

Man benutzt einen Hammer oder einen Stein, um die scharfen Ränder der Lüftungslöcher zu entschäften, um Schnittverletzungen zu verhindern.

In der oberen Seitenwand werden mehrere (3 - 5) Löcher gestanzt/geschlagen. Diese Löcher (werden verbunden und) bilden den Schornstein-Abzug. Am anderen Ende der Dose (dem offene Ende) auf der Seitewand gegenüber dem Schornstein-Abzug schlägt man drei oder vier dreieckige Löcher. Diese Löcher sollten nahe zusammen sein. Diese Löcher versorgen das Feuer mit Luft.

a) offener Dosenteil nach oben.

Am anderen Ende der Dose (dem offene Ende) auf der Seitewand gegenüber dem Schornstein-Abzug schlägt man drei oder vier dreieckige Löcher. Diese Löcher sollten nahe zusammen sein. Diese Löcher versorgen das Feuer mit Luft. Man stellt eine Pfanne oder Metallplatte oben auf den Ofen. Vorteil: Dieser Ofen kann mit so ziemlich allem Festbrennstoffen beheizt werde, was brennt. Verwertet auch feuchtes oder morsches Holz gut. Sein idealer Brennstoff besteht aus kleinen Holzstücken jeder Art, die man überall in der Natur am Boden findet. Holzstücke, die für ein normales Lagerfeuer zu klein sind, wandelt der Hobo-Ofen effizient in verwertbare Hitze um. Unter normalen Bedingungen weist dieser Brenner eine Leistung auf, die bedeutend höher liegt als diejenige eines vergleichbaren gasbetriebenen Trekkingkochers. Im Gegensatz zu einem Trekkingkocher liefert dieser Hobo-Ofen bei Bedarf auch Licht und Wärme. Wenn kein Topf auf dem Brenner steht, erzeugt er selbst unter Verwendung von wenig Holz einen hellen, gemütlichen Feuerschein. Nachteil: Funkenflug wenn Oberteil nicht abgedeckt ist. Feuerung schwer zu kontrollieren

Nachlegen von Brennholz ist erschwert. Von einer möglichst grossen Konservendose trennt man den Deckel ab, schneidet am unteren Rand Lüftungsöffnungen heraus und macht in den oberen Rand Kerben für den Rauchabzug.

b) Geschlossener Dosenteil nach unten.

Das geschlossen Ende der Dose bildet den oberen Teil des Ofens/Herd und die Kochfläche. Es dürfen keine Schnitte oder Löcher in der „Herdplatte“ sein.

Vorteil: kein Funkenflug wegen des Deckels

Nachteil: Besondere Art des Brenners erforrderlich. Z.B. Esvbit, „Kerzen-Brenner“, „Fett-Brenner“ usw.

Konstruktion des „Kerzen-Brenners“:

Schneide einen Streifen Pappe etwas höher als die Höhe von einer Katzenfutterdose oder von einer Thunfischdose aus. Rolle den Streifen zusammen und binde etwas dünnen Draht um das untere Ende. Die Pappe wird der Docht des Kerzen-Brenners sein. Schmelze alte Kerzen in einem doppelten Kochtopf (1.Topf - Wasserbad / 2. Topf - geschmolzene Kerzen) auf dem Herd. Giesse das geschmolzene Wachs über die Pappe in der Dose bis die Dose ist voll. Stelle Sie beiseite, um abzukühlen. Um Ihren neuen HOBO-Herd zu benutzen, setzet man den Kerzen-Brenner auf eine feuerfeste Unterlage, in sicherer Entfernung zu irgendeinem brennbaren Material.

Man zündet den Docht des Kerzen-Brenners an und setzen den HOBO-Herd über den Kerzen-Brenner. Bei der ersten „Feuerung“ kein Essen kochen. Die Farbe der Dose muss zuerst weggebrannt werden.

Fett-Brenner

Konstruktion des „Fett-Brenners“:

Metalldeckel eines „Gurken“-Glases oder kleine Katzenfutterdose. Aus Mullstriefen einen Docht herstellen. Den Docht in die Mitte des Behälters (Deckel, Dose usw.) legen. Ein Teil nach oben. Schmalz oder anderes Fett in den Deckel giessen.

High-Tech-Hobo-Ofen

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Ein Kocher der ziemlich aus dem Rahmen der sonst üblichen Camping- und Trekking-Kocher fällt! Ein geniales Teil, wenn man vom üblichen High-Tech-Wettlauf Abstand hat. Der Kocher funktioniert nach dem Schmiedefeuerprinzip, enorm effektiv mit Festbrennstoffen wie Holz, Kohle etc... Die Brennstoffe können auch etwas feucht sein (nach der Anzündphase), durch die enorme Hitze von bis zu 800 C trocknet und verbrennt der Kocher auch solche Brennstoffe.

Die „Highlights" des Kochers kurzgefasst - unten folgt mehr Info:

  • In einigen Sekunden aufgeklappt und arbeitsbereit
  • Konstruktion aus einem Stück - nichts geht verloren
  • Verwertet auch feuchtes oder morsches Holz gut
  • Durch die hohe Arbeitstemperatur selbstreinigend
  • Keine Folgekosten - macht sich schnell bezahlt
  • Zusammenstellen mehrerer Öfen nahtlos möglich
  • Aufbewahrungsbeutel aus umweltfreundlichem, robustem Leinengewebe
  • Gebrauchsanweisung mit Tips, Tricks und Sicherheitshinweisen
  • Material: starkes Edelstahlblech

Das hier vorgestellte Gerät ist eine konsequente Weiterentwicklung dieses alten und bewährten Systems. Dieser „High-Tech-Hobo-Ofen" ist bezüglich Handhabung, Wirkungsgrad und Lebensdauer hochoptimiert. Zusammengefaltet ist er nur 11,5 x 15 cm groß (Postkartengrösse) und ist mit 10 mm Höhe äusserst flach. 520 g Gewicht sind im Vergleich zu normalen Campingkochern auch ein relativ niedriges Gewicht. Sein grosser Vorteil ist aber die Brennstoff-unabhängigkeit: der ideale Brennstoff besteht aus kleinen Holzstücken jeder Art, die man überall in der Natur am Boden findet. Holzstücke, die für ein normales Lagerfeuer zu klein sind, wandelt der Hobo-Ofen effizient in verwertbare Hitze um. Unter normalen Bedingungen weist dieser Brenner eine Leistung auf, die bedeutend höher liegt als diejenige eines vergleichbaren gasbetriebenen Trekkingkochers. Im Gegensatz zu einem üblichen Campingkocher liefert der "Magic Flame"- Kocher bei Bedarf auch Licht und Wärme. Wenn kein Topf auf dem Brenner steht, erzeugt er selbst unter Verwendung von wenig Holz einen hellen, gemütlichen Feuerschein. Und im Gegensatz zu einem normalen Kochfeuer arbeitet er weitaus effektiver, brennstoffsparender und "ohne Spuren".

Der Hoboofen zum zusammenfalten

Notiz

  • (Wasser ca. 1 Liter kochend Heiss machen in 12 Minuten, mit dünnen Zweigen)

Siehe: Forentreffen

Quelle: Survival-Wiki Autor: ep

Künzi NG ordentlich eingeheizt

Das interessante ist, das ich nur ein "Fire Steel" und mein Messer dazu benutzt habe. Alles andere hab ich mir in der Natur gesucht. Ich werd einfach mal eine "step by step" Anleitung verfassen.

Als erstes habe ich mir eine Birke gesucht und die oberste Schicht der Rinde "geerntet". Dafür nutze ich 2 Möglichkeiten.

Zum einen kann man einfach sein Messer nehmen, und mit der Klinge vorsichtig die tote Rinde von dem Baum schaben

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Oder einfach die lose Rinde abzupfen.

Letztere Methode sollte man allerdings bevorzugen, da so der Baum nicht verletzt wird. Außerdem funktinoiert die Methode mit dem Messer nur, wenn es sehr Windstill ist, da sonst die kleinen Fetzen der Birkenrinde gleich in die Luft gewirbelt werden.

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Die Ausbeute von ca 10 min. Arbeit (inc. Birken suchen). Ausreichend Birkenrinde und ein abgestorbener Ast (auch Birke)

Da ein kleines Feuer erst "angefüttert" werden will, hab ich mir noch schnell ein paar Nadelbäume gesucht und die unteren, toten Äste abgebrochen. (Knackt das Holz beim brechen, als würde es brennen, ist es genau richtig)

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Die Ausbeute von 5 min. Arbeit inc. suchen.

Jetzt haben wir alles, was gebraucht wird:

  • Den Künzi
  • etwas Birkenrinde (funktioniert auch nass, dauert nur etwas. Trick: einfach am Körper trocknen lassen und immer etwas unterwegs sammeln)
  • eine Hand voll Reisig
  • etwas totes Holz und den "Fire Steel"

Als nächstes geben wir den Zunder (Birkenrinde) in den Hobo.

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und zünden mit dem "Fire Steel"

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Um das Feuer zu entfachen, habe ich in diesem Fall 2 mal den "Fire Steel" benutzen müssen (oft geht es schon beim ersten Versuch).

Jetzt noch ein WENIG Reisig drauf und siehe da... Man(n) könnte es schon fast als Feuer bezeichnen.

Jetzt kann man eig. nichts mehr falsch machen. Es gibt nur eine Regel: Weniger ist manchmal Mehr ;)

Wichtig: Das ganze geht natürlich auch ohne Hobo/ Künzi.

Kochtest von einem Liter Wasser

nach 6,5 min: das Ergebnis ;)

Bei einem Hobo gibt es einen großen Nachteil: Die Rauch und Rußentwicklung, welche sich gerade auf den Töpfen stark absetzt. Als Lösung wird auf der Herstellerseite "Spüli" angegeben. Ich hab das ganze jetzt getestet, und muss leider sagen: Spüli hilft, aber nicht an den Stellen, wo das Feuer wirklich wirkt. Also wird der Unterboden der Töpfe immer etwas Ruß anhaften haben. Wenn man allerdings den gesamten Topf mit Spüli einreibt, lässt sich fast alles ohne Probleme abwaschen.

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Auch benutze ich den Künzi als Zeltheizung. Einfach umdrehen und Kerzen oder Brenner drunter stellen. Dann kann man auch bei 4° Außentemp. mit T.Shirt im Zelt sitzen (3 Pers. Tunnel)...

Ich könnte jetzt ewig so weiter machen, aber mein Fazit bleibt gleich...

Ein super Teil, wenn auch nicht gerade billig.

Edit sagt: Es ist manchmal nicht gerade einfach, den Zunder im Hobo zu entfachen... also legt einfach alles neben den Hobo und wenns gerade anfängt zu brennen, mit beiden Händen in den Kocher legen/ werfen. Auch ist Birkenrinde nicht gerade ein Muss. Es lässt sich mit dem Firesteel auch z.B. trockenes Gras etc. entflammen. Wichtig ist vorallem, die gute vorbereitung des Feuers

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=1627

Autor: tommy83

Hobo-Ofen MF-NG von Kuenzi

Die nächste Generation des faltbaren Wunderkochers.

Motto: Mach gutes noch besser. In den Bildern des Herstellers sind mit Rechaud Kerzen Betrieb nur 2 Kerzen aufgeführt, das ist zu wenig. Mit meiner kleinen Erweiterung gehen jetzt bis zu 5 Kerzen gleichzeitig. Ich habe ein Lochblech gekauft und mit der Flex auf 10x11 cm zugeschnitten. Alle Kanten abgerundet, fertig. Mit den Bügeln kann man nun die Höhe bestimmen, dann das Blech darauf und die Kerzen rein.

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=1627

Autor: Admin Eterus

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