"Survival" Wassergewinnung

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Nasser Fels003.JPG

Inhaltsverzeichnis

„Nasser Fels“

In Gebirgen oder am Meer fließt oft Regenwasser über Felsen. Das Auffangen des kühlen Nass gestaltet sich recht umständlich wenn es sich nicht in kleinen Bächen oder Wasserfällen sammelt. Um es doch in die Flasche zu bekommen nutzt man ein oder besser mehrere Schnüre. Man befeuchtet die Schnüre macht einen Knoten in das obere Ende und klemmt sie in eine Spalte des Felsens. Das Wasser läuft an den Schnüren in die Flasche. Innerhalb von nur wenigen Minuten füllte sich diese kleine Flasche (siehe rechtes Bild).

Bilder entstanden auf Rügen Kreidefelsen „Königsstuhl“ 15. April 2009 Auf ca. 2 km fanden sich 3 kleine Wasserfälle und Rinnsale.

Idee: http://www.azbushcraft.com/

Wassergewinnung von Bäumen & Sträucher

Blaetter Wassergewinnung.JPG

Jeder Pflanze gibt Wasser über die Blätter an die Umwelt ab. Stülpt man eine Kunststofftüte über, so kondensiert das gasförmige Wasser und läuft am unteren Teil der Tüte zusammen.

Nach ca. 3 Stunden hat sich ca. ein Teelöffel Wasser gesammelt.

Quelle: Div. eng. Survivalseiten

Flüsse & Seen

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Schneeschmelzen

Kondensierung

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Destillation

Destillation

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Regenwasser

Wasserquellen

Überall wo es Pflanzen und Tiere gibt, gibt es auch Wasser. Es wird nicht immer reichen einen Menschen am Leben zu erhalten, aber die Chancen sind besser als Du glaubst.

Mögliche Wasserquellen:

Fließende Gewässer: Sind optimal - je schneller, kälter, klarer, hochgelegener, desto besser. Trotzdem, auch dieses Wasser immer aufbereiten! Du weißt nie, was oberhalb der Entnahmestelle im Bach liegt. Vorsicht, wenn am und im Wasser weder Pflanzen noch Tiere leben! Stehende Gewässer: Sind Tummelplätze für alles mögliche Getier. Hierzulande werden Dir nur die kleineren Biester (Blutegel, Giardia, Bakterien, Viren etc.) zu schaffen machen. In warmen Gegenden eventuell auch die etwas größeren (Krokodile, Flusspferde ...) - also Augen auf, und Wasser immer aufbereiten! Vergiss nicht in Felsspalten und Astlöchern nach Wasser zu suchen. Tierspuren (außer Reptilien) und Insekten weisen Dir den Weg. Sie trinken meist morgens und abends.

Grundwasser: Mit etwas Glück findest Du eine Quelle, ansonsten musst Du nach Wasser graben. Gute Chancen Wasser zu finden, hast Du in ausgetrockneten Flussbetten (Außenkurven), in Senken und an Bergfüßen. Die Vegetation hilft Dir beim Suchen.

Leitungswasser: Um das Wasser aus dem Leitungsnetz eines Hauses zu benutzen, lässt man Luft in die Wasserleitungen durch das Aufdrehen des höchsten Wasserhahns im Haus und das Aufdrehen eines niedrigeren Wasserhahns.

Regen, Schnee, Eis:

Regen mit Ponchos etc. auffangen oder an Baumstämmen abfließendes Wasser sammeln. Alles, was von oben kommt ist destilliertes Wasser und enthält (außer der üblichen Luftverschmutzung) keine Mineralstoffe oder Salze. In großen Mengen bringt das den schon erwähnten osmotischen Druck durcheinander - also Salze zusetzen oder salzhaltige Nahrung essen. Es ist einfacher Eis als Schnee zu schmelzen.

Schnee: Sauberer Schnee kann gegessen werden, wenn man durstig ist. Das einzige was man beachten muss ist:

Schnee nicht essen, wenn man unterkühlt ist. Der Körper kühlt wieder aus. Schnee nicht essen, wenn man erhitzt ist. Schnee nicht essen, sondern im Mund schmelzen lassen. Schnee schmelzen: Etwas Schnee in einen Topf geben und diesen Schnee schmelzen lassen (Topf erhitzen). Wenn der Schnee geschmolzen ist, wieder etwas Schnee in den Topf geben. Topf immer abdecken. Schnee möglichst pressen (Schneeball) damit die Luft aus dem Schnee entweicht. Eis: Aus der gleichen Menge Eis kann man mehr Wasser gewinnen als aus Schnee! Um Eis zu brechen, benutzt man am besten ein spitzes Werkzeug. Abwasser, Urin, Kühlerwasser, Seewasser: Dieses Wasser muss destilliert werden. Wenn ein Topf und Brennstoff zur Verfügung stehen, geht´s damit am schnellsten: Wasser zum Kochen bringen, Topf mit sauberem Tuch abdecken und das Tuch regelmäßig auswringen. Wer Alufolie hat, kann auch eine richtige „Destillieranlage“ basteln.

Wasser aus Pflanzen, Früchten: Sehr saftige Früchte kannst Du so essen. (Denk dran: cook it, peel it or forget it.), manche Pflanzen speichern auch trinkbares Wasser im Stamm oder in den Wurzeln - nur klare Flüssigkeiten trinken. An das Wasser aus den Zellen kommst Du durch Destillation, was aber sehr aufwendig ist.

Luftfeuchtigkeit: Frühaufsteher haben´s gut. Nimm einen Lappen (nein, nicht Deine alten Socken) und wische morgens den Tau auf. Mit der guten alten Trichterdestille kannst Du das bisschen Luftfeuchtigkeit aus dem Boden fangen. Wer´s mal versucht hat, wird sich aber nicht darauf verlassen.

Haus: Schließe den Hauptwasserhahn (i.d.R. im Keller). Öffne dann einen Wasserhahn im obersten Stockwerk des Hauses. Dadurch kann Luft in die Hauswasserleitung gelangen. Damit ein Vakuum das Wasser nicht aufhält. Danach kann man einen Wasserhahn im Kellergeschoss öffnen. Die Schwerkraft sollte dem Wasser in der Wasserleitungen erlauben, am offenen Wasserhahn im Keller abzulaufen. Man kann dieses Verfahren für sowohl heiße, als auch kalte Wasserleitungssysteme wiederholen. Ein letzter Ausweg kann der Toilettentank der Toilette (nicht die Schüssel) sein. Ebenso die Heizungsanlage.

Nicht verwenden: Vermeiden Sie Wasser auf dem Abfall schwimmt, einen Geruch oder dunkle Farbe oder ölige Schicht hat. Verwendung von Salzwasser nur, wenn Sie es zuerst destillieren.

Wasserverlust vermeiden

Schwitzen vermeiden - Anstrengende Arbeiten/Märsche in den Schatten/in die Nacht verlegen. Lange, lockere, helle Kleidung tragen. Windschutz - Wind fördert erheblich die Verdunstung. Nichts essen, außer saftigem Obst, vor allem keine eiweißhaltige Nahrung (z.B. Fisch, Nüsse) und kein Fett. Keinen Alkohol trinken und nicht rauchen! Niemals Salzwasser oder Urin trinken - beides bringt das osmotisches Gleichgewicht durcheinander und das kann tödlich sein. Niemals „unsicheres“ Wasser trinken. Wenn Wasser knapp ist, wäre ein ansonsten harmloser Durchfall durch Mikroorganismen Dein sicherer Tod. Wenn die Wasser-Versorgung begrenzt wird, versuche Essen zu vermeiden, in denen ein hoher Anteil Fett und Protein ist und esse kein salziges Essen, weil dadurch der Durst noch größer wird. Ausweichen auf Dosen-Nahrung, die einen hohem flüssigem Inhalt hat (Dosen-Suppen). Körperpflege in einer Waschschüssel ca. 5 Liter mäßig gewärmt auf den Herd, das Wasser wird möglichst von mehreren Personen genutzt. Das Wasser aus der Körperpflege kann als Putzwasser genutzt werden. Danach wird das Wasser zusammen mit dem Geschirrspülwasser zur WC-Spülung verwendet. Normalerweise sucht eine Person die Toilette dreimal täglich auf. Wenn mehrere Person das WC nacheinander benutzen, können Sie mit ca. 7 Litern das WC gerade ausreichend spülen. Überlegen Sie einmal, wie viele Eimer erforderlich sind, um den „wohnungsinternen Wasserhaushalt“ zu bewältigen.

Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:31 - Autor: ep - Letzter Autor: ep

Autor & Lizenz:

André Pohle

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